Besonders Niedrigverdiener trifft die Krise

Ökonomin Vanda Almeida erklärt, warum die Ungleichheit in den USA im Zuge der Finanzkrise zugenommen hat

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Glauben Sie, dass die Finanzkrise zu mehr Ungleichheit in den USA geführt hat?

Das ist zumindest das Ergebnis meiner Forschung. Das ist etwas, was man auch bei anderen Krisen beobachten kann.

Warum ist das so?

Die Arbeitsplatzverluste konzentrieren sich oft vor allem auf junge ungelernte Arbeitskräfte, die sich in der Regel auch am unteren Ende der Einkommensverteilung befinden. Und auch einige Lohnkürzungen während der Krise betreffen vor allem ungelernte Arbeitskräfte, die schon vor der Krise meist relativ wenig verdienten. Beide Faktoren führen zu einer Zunahme der Ungleichheit während der Krise.

Wie groß waren die Auswirkungen der US-Finanzkrise auf die Ungleichheit?

Zunächst gab es einen Einfluss auf die Verteilung der Markteinkommen. Dies ist das Ergebnis vor Steuern oder Transfers. Während der Krise wurde eine dramatische Zunahme der Ungleichheit beobachtet. Der Effekt auf das verfügbare Einkommen nach S...


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