Militärische Altlasten

Oranienburg ist die Stadt in Brandenburg mit den gefährlichsten Altlasten des Zweiten Weltkrieges. Auf dortige Rüstungsfabriken und Forschungseinrichtungen warfen die Alliierten bis Kriegsende 1945 rund 12 000 Sprengbomben (2700 Tonnen) und 8800 Brandbomben (900 Tonnen). Viele nicht explodierte Bomben tragen gefährliche Langzeitzünder.

Seit 1991 wurden im Stadtgebiet 203 Großbomben zum Teil mithilfe alliierter Luftbildaufnahmen entdeckt und unschädlich gemacht. 270 Blindgänger vermutet man noch im Boden - sie können jederzeit explodieren.

2018 wurden in Brandenburg insgesamt 296 Tonnen Kampfmittel gefunden, neben Kriegsmunition vor allem militärische Altlasten der Sowjetarmee - im Einzelnen 31 000 Granaten, 4400 Brandbomben, 1100 Panzerabwehrraketen, 240 Sprengbomben ab fünf Kilogramm, 3200 Nahkampfmittel und 150 Minen. tm

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