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Solidaritätswelle nach Shitstorm

Neujahrstweet »Nazis raus« bescherte ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann eine aufregende Woche

  • Von Ulrike Kumpe
  • Lesedauer: 2 Min.

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Jetzt verabschiedet sich ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann für einige Tage aus den sozialen Medien, nach einer für sie aufregenden Woche. Mit dem Neujahrstweet »Nazis raus« hatte sie sich zunächst eine Menge Hassbotschaften auf Twitter zugezogen. Doch auf den Hass folgte die Solidarität. Diekmann verabschiedete sich Montag Nacht von Twitter mit den Worten: »Leute, das ist ja WAHNSINN! Ich bin unheimlich gerührt und freue mich total. So vielen Dank für soviel Solidarität. Überwältigend!«

Unter dem Hashtag »Nazis raus« solidarisierten sich Zehntausende User. Darunter Fußballvereine, Politiker*innen, Medien, Vereine und viele mehr. Die LINKE schickte als Gruß ihr bekanntes Plakat »Nazis raus: aus den Köpfen.« Der FC Sankt Pauli twitterte »Liebe @Nicolediekmann, wir wissen auch nicht, was an #nazisraus so schwer zu verstehen ist.«

Den Shitstorm soll nicht der ursprünliche Tweet ausgelöst haben, sondern Diekmanns Antwort auf die Frage eines Users, wer denn für sie ein Nazi sei. Ihre ironische Antwort: »Jede/r der/die nicht die Grünen wählt.« Die Vergewaltigungs-, Verstümmelungs-und Morddrohungen, die sie daraufhin erhielt, können wohl kaum als angemessene Reaktion darauf bezeichnet werden. Diekmann machte diese Anfeindungen wiederum via Twitter öffentlich und bat um Unterstützung. Außerdem entschuldigte sich die Journalistin dafür, dass sie ihre Antwort nicht als Ironie gekennzeichnet hatte.

Auch das ZDF stellte sich hinter Diekmann. Ein Sprecher des Senders betonte: »Die Äußerungen von Frau Diekmann sind aus unserer Sicht durch die Meinungsfreiheit geschützt und rechtfertigen in keiner Weise die Drohungen, denen unsere Mitarbeiterin ausgesetzt ist«. Er wies darauf hin, dass ihr Twitter-Account nicht vom Sender betrieben werde. »Dennoch bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in solchen Fällen Unterstützung und Beratung von Unternehmensseite an.«

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