Werbung

Kurswechsel noch ohne Erfolg

Ulrike Henning über ungelöste Personalprobleme in der Pflege

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist nicht allein Gesundheitsminister Jens Spahn, der mit vielen Millionen Euro von Versichertengeldern den schwerfälligen Dampfer »Pflege« auf neuen Kurs bringen will. Auch die Beschäftigten selbst haben im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen schon deutliche Ansagen gemacht. Vor allem aus Krankenhäusern kommen immer häufiger Notsignale. Abteilungen werden bisher nur in Einzelfällen zeitweise verkleinert oder ganz geschlossen. Aber gerade das wäre im Interesse der Patientensicherheit: Lieber weniger Kranke aufnehmen, als mehr von ihnen schlecht versorgen oder gar blutig entlassen. Endlich mitziehen müssten die Bundesländer mit Entscheidungen zu Krankenhausinvestitionen. Die Finanznot der Kliniken ging lange auf Kosten der Pflege. Etliche Beschäftigte konnten dem Druck nicht standhalten und gaben ihren Beruf auf. Angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes wird das Heulen und Zähneklappern der Personalabteilungen lauter. Letzten Endes weiß man dort, dass die Schließung lukrativer Abteilungen drohen könnte. Vermutlich müssen bald auch Bundesländer in den sauren Apfel beißen und sich von zu kleinen Häusern verabschieden.

In gleicher Dringlichkeit sind Meldungen über gefährliche Zustände in Pflegeheimen oder bei ambulanten Diensten noch nicht zu vernehmen. Die Gefahr besteht jedoch, dass sich die beiden Bereiche, die Alten- und die Krankenpflege, gegenseitig kannibalisieren - und das sicher nicht zum Vorteil der Bedürftigen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!