Werbung

Nicht mit Ruhm bekleckert

Moritz Wichmann über den Umgang der US-Medien mit Trumps Ansprache

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wie geht man um mit einem Präsidenten, der seine öffentlichen Auftritte - nicht nur Wahlkampfveranstaltungen, sondern auch offizielle Pressekonferenzen - nutzt, um laut den Factcheckern der »Washington Post« im Durchschnitt 15 Mal pro Tag Lügen zu verbreiten?

Wenn es nach den Kritikern von US-Präsident Donald Trump ginge, hätten die reichweitenstarken US-Fernsehsender die Anfrage aus dem Weißen Haus auf Liveübertragung einer Ansprache zum Regierungsstillstand einfach ablehnen sollen. Die Falschbehauptungen später oder gar live nur mit Hilfe des Factchecking richtigzustellen, sei zu wenig. Sie konnten auf einen Präzedenzfall verweisen.

2014 kündigte US-Präsident Barack Obama in einer Ansprache eine Initiative zur Reform der Migrationspolitik an - Amerikas Kabelfernsehsender sagten die Liveübertragung ab. Die Begründung: Es sei zu erwarten, dass die Rede parteiisch sei. Dieses Mal entschieden die Sender anders, offenbar aus Furcht vor Trumps Tiraden gegen die Presse.

»Egal was wir tun, es wird falsch sein«, versuchte sich ein anonymer Sendervorstand zu verteidigen. NBC, CNN, MSNBC und andere fanden dann nur die zweitbeste Lösung: Sie stellten auch den Demokraten Livezeit bereit, um direkt zu antworten. Dabei verkündete Trump in seiner Ansprache nichts Neues, sondern wiederholte nur Bekanntes. Auch deswegen war die Entscheidung der Sender falsch.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen