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Eigener Tee zum neuen Jahr!

Weiterverarbeitung der Blätter ist durch die neue Maschine endlich machbar

  • Von Sarah Grieß, INKOTA
  • Lesedauer: 2 Min.

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Maschinentest geglückt: Die Trocknung der Teeblätter hat funktioniert.
Maschinentest geglückt: Die Trocknung der Teeblätter hat funktioniert.

Es ist erst wenige Wochen her, da träumte der vietnamesische Kleinbauer Luong Thanh Hoai noch von einer Maschine zur Weiterverarbeitung von frischen Teeblättern. Gemeinsam mit anderen Bewohner*innen seines Dorfes Ban Muong wollte er sich endlich aus der Abhängigkeit von Zwischenhändlern befreien und sein Einkommen aus dem Tee-Anbau maßgeblich steigern. Dazu muss man wissen: Die Menschen in Ban Muong gehören zur ethnischen Minderheit der Thai. Neun von zehn Bewohner*innen dort leben entweder in Armut oder sind akut von Armut bedroht. Umso verständlicher, dass bei Luong Thanh Hoai und den anderen die Freude nun groß ist: Die ersehnte Tee-Maschine ist endlich einsatzbereit!

Tee ist in Vietnam allgegenwärtig: So wie viele Deutsche tagsüber ihr Wasser trinken, trinken Vietnames*innen ihren Tee. Klar, dass Luong Thanh Hoai und die anderen vom Teeanbau grundsätzlich überzeugt sind. Nur die richtigen Mittel und das Wissen zur Teeverarbeitung standen ihnen bislang nicht ausreichend zur Verfügung. Mit Unterstützung der vietnamesischen Nichtregierungsorganisation CHIASE haben sie herangeschafft, was sie für das Welken, Rollen, Trocknen und Sortieren der frischen Blätter brauchen. Jedes Mitglied der neu gegründeten Teekooperative leistete auch einen eigenen finanziellen Beitrag. Ein erfahrener Tee-Experte zeigte ihnen schließlich, wie sie die Geräte bedienen können und was sonst noch bei der Herstellung zu beachten ist.

Als die Mitglieder der Kooperative beisammensitzen und ihren ersten »eigenen« Tee genießen, strahlt Vi Thi Khuong übers ganze Gesicht: »Natürlich müssen wir noch üben, um die Qualität des Tees schrittweise zu verbessern. Aber bereits mit diesem Produkt können wir unsere Erträge im Vergleich zum Verkauf der frischen Blätter verfünffachen.« Als Nächstes werden sie alles daransetzen, ihren Tee unter die Leute zu bringen. Luong Thi Lien ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird: »Wir sind jetzt in der gesamten Gemeinde Ngoc Lam das einzige Dorf, das bereits getrockneten Tee herstellt.«

Mit diesem ersten Erfolg vor Augen wird man in den kommenden Wochen auch in den anderen vier Projektdörfern die Köpfe zusammenstecken. Mittels neuer Anbau- und Viehzuchtmethoden möchten sich die Thai dort weitere Einkommensmöglichkeiten erschließen, beim Reisanbau oder in der Hühner- und Schweinezucht. CHIASE wird die Kleinbauern und -bäuerinnen mit technischen Trainings und dem Zugang zu lokalen Märkten unterstützen. Mit Ihrer Hilfe. Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, die ethnischen Minderheiten in Vietnam zu stärken!

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