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Italienischer Kommunist in Bolivien festgenommen

Italiener soll von Brasilien aus an Heimatland ausgeliefert werden / Rom schickt Flugzeug

  • Lesedauer: 2 Min.

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Cesare Battisti
Cesare Battisti

Brasília. Der italienische Kommunist Cesare Battisti ist nach Angaben eines brasilianischen Beamten und brasilianischer Medien in Bolivien gefasst worden. »Der italienische Terrorist Cesare Battisti ist heute Nacht in Bolivien festgenommen worden«, teilte der Berater des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, Filipe G. Martins, in der Nacht zum Sonntag mit.

Battisti werde in Kürze nach Brasilien überstellt und von dort aus vermutlich an Italien ausgeliefert, »um entsprechend der Entscheidung der italienischen Justiz seine lebenslange Haftstrafe abzusitzen«, schrieb Martins im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Brasilianische Medien berichteten unter Berufung auf die brasilianische Polizei, Battisti sei in der bolivianischen Stadt Santa Cruz de la Sierra gefasst worden.

Der Italiener Battisti hielt sich seit 2011 in Brasilien auf und konnte sich lange unter dem Schutz linksgerichteter Präsidenten einer Auslieferung entziehen. Brasiliens neuer rechtsradikaler Präsident Bolsonaro hatte Italien aber bereits vor seiner Wahl Ende Oktober die Auslieferung Battistis in Aussicht gestellt. Er würde den »bei Brasiliens Linken so beliebten Terroristen« direkt nach seinem Wahlsieg ausliefern, hatte er angekündigt.

Lesen Sie dazu: Flucht vor Bolsonaro nach Deutschland: Brasilien wird für viele Aktivist*innen lebensgefährlich / Soligruppen in Deutschland wollen Brasilianer*innen unterstützen

Mitte Dezember hatte der Oberste Gerichtshof Brasiliens Haftbefehl gegen Battisti erlassen, seither fehlte von ihm jede Spur.

Battisti war 1993 in Italien in Abwesenheit wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er bestreitet die Vorwürfe. Die Ende der 1970er Jahre verübten Morde werden der linksradikalen Gruppe Bewaffnete Proletarier für den Kommunismus angelastet, deren Mitgründer Battisti war. nd/AFP

Auch interessant: Stunde Null in Brasilien. Niklas Franzen über die Wahl von Jair Bolsonaro

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