Römische Sozialreformen

Italiens rechte Regierung beschloss ein »Bürgereinkommen« und die Herabsetzung des Renteneintrittsalters. Von Anna Maldini

  • Von Anna Maldini
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Italiens Regierung hat am Donnerstagabend ein Paket zu Sozialreformen verabschiedet. Es handelt sich um eine Rentenreform, mit der jene von 2011 teilweise zurückgenommen wird, und um eine Maßnahme gegen Armut und Arbeitslosigkeit, die etwas vollmundig als »Bürgereinkommen« bezeichnet wird.

2011 war unter Ministerpräsident Mario Monti das Renteneintrittsalter von einem Tag auf den anderen um bis zu sieben Jahre angehoben worden. Es ist wohl die verhassteste Reform, die je eine italienische Regierung verabschiedet hatte, zumal sie auch technisch so schlecht verfasst worden war, dass viele Menschen plötzlich ohne Einkommen und Rente dastanden. Jetzt wird das Ganze - zumindest teilweise - zurückgeschraubt. In Zukunft soll ein Mischsystem aus Lebensalter und Zahlungsjahren in Kraft treten, die sogenannte Quote 100, mit der Arbeitnehmer, die beispielsweise 62 Jahre alt sind, insgesamt 38 Jahre eingezahlt haben müssen, um in Rente gehen ...

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