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Kaputter Kapitalismus

Simon Poelchau über wachsende Ängste vor einem globalen Abschwung angesichts der schwächelnden Wirtschaft in China

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Wirtschaftseliten haben derzeit wieder etwas mehr Angst, dass der Kapitalismus kaputt gehen könnte. Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Börge Brende, warnt etwa vor den »vielen dunklen Wolken da draußen«. Diese sind für ihn neben den schwelenden Handelsstreitigkeiten unter anderem auch »große Herausforderungen in China«.

In der Tat ist das Wirtschaftswachstum in China zwar mit 6,6 Prozent vergangenes Jahr mehr als vier Mal so groß wie hierzulande gewesen, doch gelten für China andere Maßstäbe. Es ist die einzige große Volkswirtschaft auf der Welt, die stabil weiter wächst. Mit 6,6 Prozent ist sie aber so gering wie seit 28 Jahren nicht mehr gewachsen. Da werden natürlich Ängste wach, dass der globale Wachstumsmotor ins Stottern gerät; schließlich ist China nicht nur als Exportmacht bedeutend, sondern auch als riesiger Absatzmarkt.

Doch es stimmt nicht, dass die Staaten nichts gegen einen Abschwung tun könnten, weil sie schon zu hoch verschuldet seien, wie WEF-Mann Brende meint. Denn die Schulden der einen sind die Vermögen der anderen. Und letztere sind bekanntlich weltweit recht ungleich verteilt. Kräftig Umverteilen könnte also bei der nächsten globalen Krise durchaus helfen. Aber vielleicht ist es auch das, wovor sich die Wirtschaftseliten am meisten fürchten.

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