Die kriselnde Atomindustrie

Japanische Konzerne sind führend bei Kernkraftwerkstechnik - ihnen brechen zunehmend die Geschäfte weg

  • Von Felix Lill, Tokio
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist noch nicht lange her, da gab sich Japans »nukleares Dorf« ziemlich siegessicher. Das Desaster im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi sei zwar ärgerlich und teuer, aber keineswegs das Ende dieser Technologie. Die für Japans Volkswirtschaft so wichtige, vermeintlich billige Energiequelle aus gut 50 Reaktoren im ganzen Land sei unverzichtbar. Und das Know-how der dahinterstehenden Konzerne benötige die ganze Welt.

Fast acht Jahre sind vergangen, seit es nach einem Erdbeben der Stärke 9 und einem teils 40 Meter hohen Tsunami in drei der sechs Reaktoren des AKW Fukushima zur Kernschmelze gekommen war. Politik und Wirtschaft geben sich seither viel Mühe, alles wie einen einmaligen Betriebsunfall aussehen zu lassen. Allerdings vermuten immer mehr Beobachter, dass Japans Atombranche statt eines Revivals gerade sein langsames Sterben erlebt.

Aktuell zeigt sich dies am Beispiel des Anlagenbauers Hitachi, der vor wenigen Tagen bekannt gab, sich...


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