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USA ziehen Diplomaten teilweise aus Venezuela ab

Notfall-Hilfe für US-Bürger soll aufrecht erhalten werden / Präsident Maduro will mit der Opposition sprechen

  • Lesedauer: 2 Min.

Washington. Angesichts der Krise in Venezuela ziehen die USA einen Teil ihrer Diplomaten aus dem südamerikanischen Land ab. Das US-Außenministerium ordnete am Donnerstag an, dass alle nicht dringend benötigten Mitarbeiter der US-Regierung das südamerikanische Land verlassen sollten. »Die US-Regierung hat eingeschränkte Möglichkeiten, Notfall-Hilfe für US-Bürger in Venezuela zu leisten«, erklärte das Ministerium.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Donnerstag erneut betont, dass die USA der Anweisung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zum Abzug aller Diplomaten nicht folgen würden. Maduro hat den US-Diplomaten bis Sonntag Zeit gegeben, Venezuela zu verlassen. Für ihn ist die kritische Lage in Venezuela vor allem auf eine Einmischung aus Washington zurückzuführen. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump den Oppositionellen Parlamentschef Juan Guaidó als legitimen Interims-Präsidenten Venezuelas anerkannt. Guaidó hatte sich kurz vorher selbst zum Präsidenten ernannt.

Das venezolanische Militär warnte unterdessen vor einer gewalttätigen Lösung des Konflikts. »Ein Bürgerkrieg wird die Probleme Venezuelas nicht lösen«, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino. Es bedürfe eines Dialogs zwischen der Regierung und der Opposition, »denn ein Krieg ist nicht unsere Wahl, sondern ein Instrument vaterlandsloser Gesellen, die nicht wissen, was das bedeutet.«

Diesen Dialog will Präsident Nicolás Maduro nun führen. »Wir unterstützen den Vorschlag der Regierungen von Mexiko und Uruguay, eine neue internationale Initiative für einen Dialog zwischen den politischen Kräften in Venezuela zu starten, um im Rahmen der Verfassung nach einer Einigung zu suchen, die Stabilität und Frieden für alle Venezolaner garantiert«, schrieb der Präsident auf Twitter. Agenturen/nd

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