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Wie man die Rechte nennt ...

... ist keine Nebensache. Das zeigt Enzo Traversos neues Buch zum Thema der Stunde – auch unfreiwillig.

  • Von Christoph Jünke
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der in Italien aufgewachsene, lange in Frankreich lebende und heute in New York lehrende Politologe Enzo Traverso hat sich mit Arbeiten zum Holocaust, zur jüdischen Geschichte und zu den linken Intellektuellen des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht. In seinem jüngsten Buch, einem zeitgleich auf Englisch, Französisch und auf Deutsch erscheinenden Gesprächsband, widmet er sich einem Thema, das nicht drängender sein könnte: Es geht um den weltweiten Aufstieg einer neuen radikalen Rechten. Um also jene »globale reaktionäre, fremdenfeindliche und rassistische Welle«, die man - so Traverso - »nicht definieren (kann), ohne den Bezug zum Faschismus herzustellen«. Er möchte deswegen diese »Mischung aus Autoritarismus, Nationalismus, Konservatismus, Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Verachtung des Pluralismus« als »Postfaschismus« verstanden wissen.

Den historischen Faschismusbegriff quasi als Matrix benutzend, durchwande...


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