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Gold, Silber, Lithium ...

René Heilig über die geplante Privatisierung des Krieges in Afghanistan

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 1 Min.

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Wie kommt man zu einem sicheren Frieden in Afghanistan? Wer behauptet, den Weg zu kennen, muss ein Aufschneider sein. Was auch immer den US-Präsidenten leitet, wenn er parallel zu den Gesprächen zwischen seinen Diplomaten und den Taliban über einen Truppenabzug schwadroniert - die Forderung ist richtig. Nur derzeit nicht umsetzbar. Was dann passiert, belegt der Abzug der Sowjetunion bis Februar 1989. Doch es gibt Leute, die bieten eine Lösung an: Lasst uns den Krieg privatisieren! Dafür muss man nur die US-Soldaten sowie mit ihnen Verbündete durch sogenannte Contractors ersetzen.

Seit Monaten versucht Eric Prince, einst Chef der angeblich aufgelösten US-Sicherheitsfirma Blackwater, Politiker in den USA und in Afghanistan davon zu überzeugen, den unpopulären, weil verlustreichen und teuren Einsatz von US-Einheiten durch private Söldnertruppen zu ersetzen. Bereits 2018 waren laut US-Verteidigungsministerium 25 000 Privatsoldaten aus den USA und anderen Staaten registriert, für deren Tun Washington nicht geradestehen muss. Für die Firmenchefs ist das ein lukratives Geschäft. Doch es geht um mehr - es geht um Gold, Silber und Platin, um Eisen, Lithium, Kupfer und Uran. Der Wert der afghanischen Bodenschätze liegt bei rund 1000 Milliarden US-Dollar - weshalb es auch höchst blauäugig wäre, anzunehmen, den Taliban und anderen Islamisten liege nur die Befreiung ihrer Heimat am Herzen.

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