Joe Kaesers Lösung sind Monopole

Der Siemens-Chef verteidigt die geplante Zugfusion mit der französischen Alstom - und denkt weiter

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Das fortgesetzte hohe Auftragswachstum unterstreicht das Vertrauen der Kunden in die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens«, freute sich Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, auf der Bilanzpressekonferenz vor Beginn der Hauptversammlung in der Münchner Olympiahalle. Die Aufträge legten von Oktober, wenn das neue Geschäftsjahr beginnt, bis Dezember gegenüber dem Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf über 25 Milliarden Euro zu. Er sei »gelassen«, betonte Kaeser gleich mehrfach.

Der streitlustige Konzernchef hatte vorab selbst mit einer Internetbotschaft für Aufregung gesorgt. Darin warnte er, »in rückwärtsgewandten Formeln« zu denken, und lästerte: »Es muss bitter sein, wenn man für Europa doch alles falsch macht.« Offenbar richtete sich sein Tweet an EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Die liberale Politikerin wird wohl am 18. Februar endgültig den Zusammenschluss der Zugsparte von Siemens mit dem französischen Konkurrente...


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