Kurz vor dem No-Deal-Brexit

Nach den Abstimmungen am Dienstagabend im britischen Unterhaus versucht es May noch mal mit Gesprächen

  • Von Sascha Zastiral, London
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May versuchte am Mittwoch, den festgefahrenen Brexit-Prozess wieder in Gang zu kriegen. Britische Medien berichteten über ein geplantes Treffen Mays mit Labour-Chef Jeremy Corbyn. Anschließend wollte May mit EU-Politikern sprechen, um den Patt zwischen Brüssel und London zu beenden.

Am Abend zuvor hatten die Abgeordneten des Unterhauses dafür gestimmt, von der EU eine andere Lösung für die innerirische Grenze zu verlangen als den »Backstop«, der in dem gegenwärtigen Scheidungsabkommen enthalten ist. Dabei handelt es sich um einen Notfall-Mechanismus, bei dem auf unbestimmte Zeit das gesamte Vereinigte Königreich in einer Zollunion mit der EU verbleiben würde, falls sich keine Lösung finden sollte, um eine harte Grenze zwischen der Republik Irland und dem britisch verwalteten Nordirland zu verhindern.

Leicht fallen dürfte der britischen Premierministerin der Gang nach Brüssel nicht. Er...


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