Werbung

Das Mindeste

Eva Roth über die geplante Grundrente

  • Von Eva Roth
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine ältere Frau zählt Geld.
Eine ältere Frau zählt Geld.

Der Bundestag hat über Jahre einiges getan, damit mehr alte Menschen eine geringe Rente und mehr junge Menschen Angst vor Altersarmut haben: CDU- und SPD-geführte Koalitionen haben das Rentenniveau gesenkt und Niedriglöhne gefördert. Das war politisch gewollt. So verkündete SPD-Kanzler Schröder 2005: »Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.« Heute erhalten 23 von 100 Beschäftigten einen Niedriglohn - und erwerben nur geringe Rentenansprüche.

Nun will SPD-Arbeitsminister Heil den Missstand wieder ein wenig lindern. Mit der geplanten Grundrente würden Millionen Menschen im Alter mehr Geld erhalten, was ein Fortschritt ist. Dass Heil ihre Bedürftigkeit nicht prüfen will, ist schlüssig. Schließlich ist die Idee, dass Menschen etwas höhere Rentenansprüche erwerben, wenn sie jahrelang für Niedriglöhne gearbeitet, Angehörige gepflegt oder Kinder erzogen haben. Allerdings ist eine Grundrente von 961 Euro immer noch sehr niedrig. Die Politik muss sich damit nicht begnügen. Sie kann dafür sorgen, dass niedrige und mittlere Löhne stärker steigen, etwa, indem Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dies würde dazu beitragen, dass die Altersbezüge öfter über der Grundrente liegen. Und der Staat müsste weniger Steuergeld zur Verfügung stellen, um die Grundrente zu bezuschussen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen