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Schuften für den »Endsieg«

Eine Ausstellung über Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in Hamburg

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Die wichen uns aus, fast niemand sah uns an, die gingen vorbei und ignorierten uns.« So schilderte Edith Kraus ihre Erfahrungen mit der Hamburger Bevölkerung zwischen 1943 und 1945. Die 1929 geborene jüdische Tschechin kam über das Ghetto Theresienstadt und das KZ Auschwitz-Birkenau 1944 im Alter von 15 Jahren nach Hamburg und musste in den Außenlagern Dessauer Ufer (Stadtteil Veddel), Neugraben und Tiefstack Zwangsarbeit leisten. Die Holocaust-Überlebende, die in Israel lebt, kam zur Eröffnung der Ausstellung »Eine Stadt und ihr KZ« nach Hamburg und sprach im Rathaus sowie im Zeitzeugengespräch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme über ihre Erlebnisse.

Edith Kraus gehörte zu den Häftlingen - mehr als 2800 Frauen und 6500 Männer - die für Hamburger Firmen und städtische Behörden in der Kriegswirtschaft arbeiten mussten oder zur Trümmerbeseitigung eingesetzt wurden. Untergebracht waren sie in 15 Außenlagern, die sich im Hamburger Stadtgeb...


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