SPD will kein Fischmehl in Bremen

Das Bundesland hat Probleme mit Aufarbeitung der Kolonialgeschichte

  • Von Cäcilie Bachmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenig Mut beweist die Bremer Regierung, indem sie einen eigenen Beschluss zur Westsahara missachtet. Vom Kehren vor der eigenen Tür hält sie wenig. So geschah es, das die von der SPD und den Grünen gestellte Bremer Landesregierung der SPD-Fraktion eine herbe Abfuhr erteilte. Die monierte Fischmehl-Importe aus der Westsahara über Bremer Häfen und will diese unterbinden.

Im Kunstbereich gehörte Bremen vor zwei Jahren mit der Ausstellung »Der blinde Fleck« zu den Vorreitern der Aufarbeitung seiner Kolonialgeschichte. Bereits vor drei Jahren wurde im Rahmen des »Bremischen Erinnerungskonzepts Kolonialismus« beschlossen, diesen nicht als abgeschlossene Geschichtsepisode zu betrachten.

Jetzt hat die Bremer SPD-Fraktion den Senat unter Hinweis auf die Bremer Selbstverpflichtung, die eigene koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten, gefragt, weshalb, wann und wie viele Fischmehlimporte aus der Westsahara noch immer über Brem...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.