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Prozessauftakt gegen Ölkonzern Shell

Den Haag. Der Ölkonzern Shell muss sich seit Dienstag in den Niederlanden wegen Menschenrechtsverbrechen in Nigeria vor Gericht verantworten. Dem britisch-niederländischen Konzern wird vorgeworfen, die nigerianische Militärregierung in den 1990er Jahren bei der Verhaftung und Ermordung von Kritikern unterstützt zu haben. Aktivisten vom Volk der Ogoni hatten im Niger-Delta gegen die Verschmutzung ihres Lebensraumes durch die Erdölförderung gekämpft. Der Protest wurde von Diktator Sani Abacha blutig niedergeschlagen. Shell, das seinen Firmensitz in den Niederlanden hat, hatte enge Verbindungen zur Militärdiktatur. Die Klage gegen Shell wurde im Juni 2017 von Esther Kiobel, der Witwe des Aktivisten Barinem Kiobel, und drei weiteren Frauen bei einem Zivilgericht in Den Haag eingereicht. In der Klageschrift wird Shell laut Amnesty der Mittäterschaft an der ungesetzlichen Verhaftung und Hinrichtung von neun Männern bezichtigt. epd/nd

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