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1.500 Fuldaer demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch

Partei »Der III. Weg« wollte der Bombenopfer in Dresden vom 13. Februar 1945 »gedenken« / Fünf Personen vorläufig festgenommen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Fulda. Etwa 130 Anhänger der extrem rechten Kleinpartei »Der III. Weg« sind am Samstagabend mit Fackeln durch Fulda gezogen. Gegen die Neonazis hätten an verschiedenen Orten im Stadtgebiet etwa 1.500 Menschen demonstriert, sagte ein Polizeisprecher. Es sei weitgehend friedlich geblieben. Fünf Personen seien vorläufig festgenommen worden, unter anderem wegen Zeigen des Hitlergrußes, des Mitführens von Pyrotechnik und Beleidigung. Außerdem sei bei einer Personenkontrolle ein Haftbefehl vollstreckt worden.

Hinter den Gegendemos standen unter anderem der Verein »Fulda stellt sich quer« und das »Aktionsbündnis für ein weltoffenes und demokratisches Fulda«, dem auch die evangelische und katholische Kirche angehören. Die zentrale Kundgebung der Partei »Der III. Weg« stand unter dem Motto »Ein Licht für Dresden« und wollte auf die Opfer der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 aufmerksam machen.

Die Gegendemonstranten besetzten wichtige Plätze in der Stadt und veranstalteten dort ein buntes Programm mit Musik, Redebeiträgen und Theater. Es sprachen unter anderen der Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der Landtagsabgeordnete Thomas Hering (beide CDU) sowie Marc Thilo Müller von der Bürgerbewegung »Pulse of Europe«.

Das Verwaltungsgericht Kassel hatte am Montag einem Eilantrag der extrem rechten Partei gegen insgesamt 49 versammlungsrechtliche Auflagen der Stadt Fulda teilweise stattgegeben. So durfte die Partei unter anderem ihre Versammlung wie geplant am Auftaktort »Unterm Heilig Kreuz« in Fulda starten und Wachsfackeln sowie Lichteffekte bei den stationären Kundgebungen einsetzen. Die Nutzung einer Sirene hatte das Gericht jedoch untersagt. epd/nd

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