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Bamberg gewinnt mit dem letzten Wurf

Alba Berlins Basketballer kämpfen sich kurz vor Schluss in Führung, doch das Pokalendspiel dauert für sie zwei Sekunden zu lang

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: 3 Min.

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Bambergs Basketballer sind neuer deutscher Pokalsieger. In einem stets spannenden, am Ende sogar dramatischen Endspiel gewinnen die Franken am Sonntag daheim 83:82 gegen Alba Berlin. Dabei verpassen die Hauptstädter ihren zehnten Pokalerfolg in den letzten Sekunden und damit die Krönung zum Rekordsieger.

Vor der Partie hatten sich beide Klubs gegenseitig die Favoritenrolle zugeschoben, und so verwundert es nicht, dass es eine enge Partie wird. Die Berliner gehen nervös ins Spiel. Neun Ballverluste leisten sie sich allein in den ersten zehn Minuten. Dennoch liegt Bamberg in der mit 6150 Zuschauern ausverkauften Halle nach dem ersten Viertel nur mit vier Punkten (20:16) vorn.

Von nun an geht Alba sorgsamer mit dem Spielgerät um, und die 700 mitgereisten Gästefans dürfen beim 35:34 die erste Berliner Führung durch Luke Sikma bejubeln. Albas Mehrzweckwaffe ist jedoch sichtlich von einem Infekt gezeichnet. Da Center Landry Nnoko von den Schiedsrichtern zudem früh drei Fouls angehängt bekommt und alsbald nach dem fünften das Feld verlassen muss, haben die Berliner so einige Probleme auf den größeren Positionen - genau dort also, wo sie gegenüber Bamberg eigentlich im Vorteil sein sollten. Ersatzcenter Johannes Thiemann springt von der Bank ein und hält Alba mit schnellen zehn Punkten im Spiel. Ein Zwischensprint von Bambergs Star Tyrese Rice, der sieben Punkte in 35 Sekunden erzielt, bringt die Gastgeber zur Halbzeit jedoch abermals mit 44:37 in Front.

Bester Punktesammler auf Berliner Seite ist in dieser Saison üblicherweise Rokas Giedraitis. Und der der Litauer sorgt nach Wiederanpfiff mit drei Dreipunktewürfen in Folge auch schnell wieder für ein knappes Ergebnis. Plötzlich wird aus dem zerfahrenen Pokalfinale für kurze Zeit sogar ein Offensivspektakel. Beide Teams treffen nun besser aus der Distanz, doch wieder geht den Berlinern zuerst die Puste aus, so dass sie mit einem Rückstand von neun Punkten (54:63) ins Schlussviertel starten.

Luke Sikma sitzt nun immer länger auf der Bank. Der gerade erst von einer Verletzung zurückgekehrte Peyton Siva wirft zudem einen Fehlpass nach dem nächsten ins Aus. Obwohl Albas Trainer »Aito« Reneses in solchen Situationen gern auf junge Talente setzt, kommen Franz Wagner (17 Jahre) oder Jonas Mattiseck (19) dieses Mal nicht aufs Parkett. »Wir wollen sie nie bringen, wenn sie das Gefühl bekommen können, sie müssten etwas leisten, das die erfahrenen Spieler nicht geschafft haben«, hat Sportdirektor Himar Ojeda schon vor dem Finale gesagt.

Also müssen es die Alten richten, und plötzlich treffen die auch. In nur drei Minuten dreht Alba einen Neun-Punkte-Rückstand. Sieben Punkte von Giedraitis, zwei Dreier von Siva dazu: fertig ist die 82:80-Führung. Zu dumm nur, dass Alba zwei Sekunden vor dem Ende Bambergs Griechen Nikolaos Zisis frei stehen lässt. Der versenkt den letzten Dreier, und macht Bamberg doch noch zum Pokalsieger.

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