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Schallschutz mit Geldscheinen

Andreas Fritsche kann Anwohner des Flughafens verstehen.

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

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Technisch ist beim Schallschutz eine Menge machbar. In einen nach allen Regeln der Kunst lärmgedämmten Raum dringt von draußen kein Mucks - leider auch kein angenehmes Vogelgezwitscher. Man fühle sich da nicht wohl, sagt der Landtagsabgeordnete Matthias Loehr (LINKE), der solche musterhaft hergerichteten Räume am Flughafen Schönefeld schon besichtigt hat. »Ich würde nicht so leben wollen«, so Loehr. Für Frischluft sorgt bei geschlossenen Fenstern eine Lüftungsanlage. Das ideale Raumklima erzeugt das alles nicht.

Es wäre verständlich, wenn einige Anwohner lieber eine finanzielle Entschädigung annehmen und darauf verzichten, sich mit hochmodernen Schallschutzfenstern und ausgeklügelter Fassadendämmung völlig abzuschotten. Denn das ist ja das Schöne an einem Eigenheim mit Garten, dass dort die Vögel zwitschern oder die Bienen summen. Zumal Flugzeugtriebwerke heute nicht mehr so laut dröhnen wie früher, und das Leben in der Nähe eines Airports noch durchaus erträglich sein kann, wenn man nicht direkt in der Einflugschneise wohnt.

Aber den Anwohnern, die ja nichts dafür können, dass ihnen ein Großflughafen vor die Nase gesetzt wird, ist ein hochwertiger Schallschutz versprochen worden. Also muss er ihnen auch bezahlt werden. Und es muss endlich Bewegung geben in Sachen Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, anstatt nur von 0 bis 5 Uhr. Gut, dass die LINKE in dieser Angelegenheit nicht locker lässt.

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