Werbung

Dresdner Polizei trifft sich nach Beschwerden mit Journalisten

Beamte waren bei Protesten gegen Nazi-Aufmarsch aggressiv gegen Demonstranten und Journalisten vorgegangen

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dresden. Nach den Vorwürfen von Pressevertretern gegen die sächsische Polizei hat sich die Polizeidirektion Dresden mit zwei Redakteuren der »Sächsischen Zeitung« getroffen. »Die Aufarbeitung der Beschwerden ist uns sehr wichtig«, sagte Polizeidirektor René Demmler nach dem Treffen in Dresden am Montag. Das Gespräch werde in den kommenden Tagen fortgesetzt und »in unsere Auswertung einfließen«, fügte er hinzu.

Um die Vorwürfe aufzuklären, werden außerdem im Internet veröffentlichte Videos ausgewertet, wie ein Polizeisprecher ergänzte. Nach dem umstrittenen Einsatz am Freitagabend hatte die Polizeidirektion Medienvertreter, die sich bei der Arbeit behindert sahen, dazu aufgerufen, sich zu melden. Diesem Aufruf seien bis Montagnachmittag keinen weiteren Medienvertreter nachgekommen, sagte der Polizeisprecher.

Die sächsische Opposition hatte am Wochenende kritisiert, Journalisten seien am Freitagabend in Dresden bei der Berichterstattung über einen rechten Aufmarsch und eine Gegendemonstration von der Polizei behindert worden. Nach Angaben des Twitter-Informationsprojektes »Straßengezwitscher« gingen Beamte teilweise aggressiv gegen Demonstranten und Journalisten vor.

Zwei Tage nach den offiziellen Gedenkfeiern zur Zerstörung Dresdens waren am Freitag rund 1.000 Neonazis mit einem sogenannten Trauermarsch durch die Stadt gezogen. Dem stellten sich laut Polizei etwa 1.000 Gegendemonstranten gegenüber. Insgesamt seien 1.200 Polizisten im Einsatz gewesen, um beide Lager zu trennen. Seit Jahren missbrauchen Neonazis den Dresdner Gedenktag für ihre Zwecke. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen