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Sammeln im Felsenkeller

In Leipzig lädt die Bewegung »Aufstehen« zum Basistreffen - und träumt von Massenprotesten

  • Von Hendrik Lasch, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Für Cornelius Weiss könnte die Redewendung erfunden worden sein: Je oller, je doller. Er sei, sagt der hagere Mann, der bald 86 Jahre alt wird, eigentlich »ein trockener Naturwissenschaftler«, der gern in seinem »stillen Kämmerlein« gesessen und geforscht habe. 1997 wurde der frühere Rektor der Uni Leipzig Mitglied der SPD und führte von 2004 bis 2007 sogar deren Fraktion im sächsischen Landtag. Er habe, sagt er, einst »an Reformen geglaubt«. Das ist lange her. Jetzt steht er an einem Rednerpult auf der Bühne des Leipziger »Felsenkellers« und bekennt: »Ich bin wütend.«

Unter rot und violett strahlenden Kronleuchtern findet das »4. Große Leipzig-Treffen« der Sammlungsbewegung »Aufstehen« statt. Eigentlich hätte an diesem Abend Sahra Wagenknecht sprechen sollen, die mit weiteren Mitstreitern die Bewegung im September 2018 aus der Taufe gehoben hat. Vor zwei Wochen musste die charismatische Rednerin wegen einer Erkrankung absagen. Ih...


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