Der Europa-Salon geht auf die Reise

»neues deutschland« wird mit einer Veranstaltungsreihe zur EU-Wahl in mehreren Städten Station machen

Auch wenn es bisher nur drei Veranstaltungen waren: Die Abende »Europa im Salon« sind bereits zu einer kleinen Institution geworden. Einige Dutzend Menschen - quer durch alle Jahrgänge - hören zu, wenn in der Lounge der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Berliner Franz-Mehring-Platz entspannt über Europa und dessen kleine und große Wehwehchen diskutiert wird. Und inmitten der Sesselrunde saß schon einige Prominenz: von Gregor Gysi über den Verleger Christoph Links, Publizisten, französische Korrespondenten bis zu Staatssekretären, Prominenz von Nichtregierungsorganisationen oder dem neuen LINKE-Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder.

Nicht zuletzt waren Europaabgeordnete der LINKEN unsere Diskussionspartnerinnen und -partner. Gemeinsam mit einigen von ihnen haben wir im Juni 2017 die Veranstaltungsreihe »Europa im Salon« aus der Taufe gehoben. Ob Finanzkrise oder Brexit, Flüchtlingsdrama oder Sparpolitik, ob Rechtsruck oder »EU der Regionen«, die Beziehungen zu Osteuropa oder der Handelskonflikt mit den USA - es gab und gibt genug Gründe, über Europa zu reden.

Und das haben wir ausgiebig getan. Die Berichte über die drei vergangenen Runden konnten Sie nicht nur im »nd« nachlesen, sie sind auch auf unserer neuen Europa-Webseite »die-zukunft.eu« dokumentiert. Übrigens nicht nur in Schriftform, sondern auch mit Fotostrecken, Video- und Audiomitschnitten. Dies ist gerade unseren jungen Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die sich der Berichterstattung über die Veranstaltungen angenommen haben, die Beiträge geschrieben und Videoclips mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Debatten produziert haben.

Einen besonderen Höhepunkt hatten wir in Verbindung mit dem Europa-Salon zum Thema »Medienfreiheit in Gefahr? - Journalismus in Europa zwischen Repression und Revolution«. Zum Auftakt der Veranstaltung wurde die Exposition »Die EU wird 60 - eine zensierte Ausstellung« eröffnet. Gezeigt wurden Karikaturen aus Frankreich und Griechenland, die von den sogenannten Quästoren des Europäischen Parlaments, die für die Genehmigung von Ausstellungen im Gebäude des EU-Parlaments zuständig sind, zensiert wurden. Die Grafiken waren offensichtlich zu kritisch.

Nun möchten wir mit dem Europa-Salon »auf Tour« gehen. Gemeinsam mit Abgeordneten der Linksfraktion im Europaparlament werden wir mit Ihnen über Europa diskutieren und selbstverständlich auch Ihre Fragen beantworten. Die Themen, die wir ausgewählt haben, sind brisant. Es geht um die Handelspolitik - gerade angesichts des Konfliktes mit den USA unter Präsident Donald Trump ein hochaktuelles Thema. Es geht um das schwierige Verhältnis zwischen Iran und der Europäischen Union nach der Aufkündigung des Atomabkommens durch Washington. Es geht um die Rolle der Regionen in Europa, deren Bedeutung stetig wächst. Und es geht nicht zuletzt um die Finanz- und Steuerpolitik, die immer noch nach den Interessen von Banken und Konzernen ausgerichtet wird und die sich selbst in EU-Europa Steuerschlupflöcher geschaffen hat.

In vier Städten wird der Europa-Salon in den kommenden Wochen Station machen: in Bremen, in Leipzig - im Rahmen der Buchmesse -, in Frankfurt am Main und in Jena. Als Gesprächspartnerinnen und -partner werden die LINKE-Europaabgeordneten Helmut Scholz, Cornelia Ernst, Martina Michels und Martin Schirdewan dabei sein. Wir denken, dass der eine Teilnehmer oder die andere Teilnehmerin noch zu den Runden dazustoßen werden.

Vor allem aber wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ob Fragen oder Meinungen - der Austausch in einer lockeren Atmosphäre, im Saloncharakter, ist der »Markenkern« unseres Europa-Salons. Die genauen Termine und Orte der Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite, auf der wir zugleich einige zentrale Aussagen der vier Abgeordneten zu den jeweiligen Themen zitieren. Wir freuen uns auf Sie! sat

Informationen: dasNd.de/europaontour