»Von Oligarchen erobert«

Moldawien wählt am Sonntag ein neues Parlament

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Moldawien, laut Weltbank das ärmste Land Europas, wählt am Sonntag ein neues Parlament. Umfragen sagen einen Sieg der als »prorussisch« geltenden Sozialistischen Partei voraus. Das EU-freundliche Wahlbündnis ACUM (»Jetzt«) liegt auf dem zweiten Platz, es folgt die regierende ebenfalls proeuropäische Demokratische Partei.

Das durchschnittliche Monatseinkommen in Moldawien liegt bei knapp über 240 Euro. Eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung sind Rücküberweisungen aus dem Ausland. Von den insgesamt 3,5 Millionen Einwohnern leben mehrere Hunderttausend im Ausland. Wie in den meisten postsowjetischen Staaten entstand im Zuge des Transformationsprozesses eine mächtige Oligarchie. Diese kontrolliert nicht nur die größten Konzerne, Banken und Medien des Landes, sondern auch die Politik. Vladimir Plahotniuc, der reichste Mann des Landes, ist Vorsitzender der Demokratischen Partei. Als sein größter Konkurrent gilt Staatspräsident Igor...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.