Ausgeliefert im Sehnsuchtsort

Die spanische Exklave Melilla ist Umschlagplatz für Europas abgelegte Kleider. Marokkanische Arbeitssklaven nehmen Großhändlern den Schmuggeltransport ab, freiwillig natürlich

  • Von Hammed Khamis
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Kleiderfetzen hängen an einem Zaun. Im Dunkel der Nacht sehen sie wie Schatten aus, dort, wo das Licht der Laternen sie trifft, wirken sie wie Geister. Doch selbst die allgegenwärtigen Kameras ignorieren diese gespenstischen Zeugen gescheiterter Grenzdurchbruchsversuche.

Auch Farid scheint sie nicht zu bemerken. Er steht vor diesem Zaun, der Marokko von Spanien trennt, Afrika von Europa. Farid befindet sich in Beni Ansar, auf der marokkanischen Seite, und blickt hinüber nach Spanien - nur einen Steinwurf entfernt. Zum Greifen nahe scheint hier der Traum so vieler Menschen zu sein, für die Melilla der erhoffte Beginn einer neuen Geschichte ist. Der Beginn eines neuen Lebens.

Melilla liegt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste, die Stadt ist eine von zwei spanischen Exklaven auf marokkanischem Territorium. Über diese Exklaven versuchen Menschen immer wieder, nach Europa zu langen. Sie sind damit seit Jahrzehnten Zwischenstat...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1287 Wörter (8162 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.