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Ausgeliefert im Sehnsuchtsort

Die spanische Exklave Melilla ist Umschlagplatz für Europas abgelegte Kleider. Marokkanische Arbeitssklaven nehmen Großhändlern den Schmuggeltransport ab, freiwillig natürlich

  • Von Hammed Khamis
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Kleiderfetzen hängen an einem Zaun. Im Dunkel der Nacht sehen sie wie Schatten aus, dort, wo das Licht der Laternen sie trifft, wirken sie wie Geister. Doch selbst die allgegenwärtigen Kameras ignorieren diese gespenstischen Zeugen gescheiterter Grenzdurchbruchsversuche.

Auch Farid scheint sie nicht zu bemerken. Er steht vor diesem Zaun, der Marokko von Spanien trennt, Afrika von Europa. Farid befindet sich in Beni Ansar, auf der marokkanischen Seite, und blickt hinüber nach Spanien - nur einen Steinwurf entfernt. Zum Greifen nahe scheint hier der Traum so vieler Menschen zu sein, für die Melilla der erhoffte Beginn einer neuen Geschichte ist. Der Beginn eines neuen Lebens.

Melilla liegt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste, die Stadt ist eine von zwei spanischen Exklaven auf marokkanischem Territorium. Über diese Exklaven versuchen Menschen immer wieder, nach Europa zu langen. Sie sind damit seit Jahrzehnten Zwischenstat...


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