Adeliger Streit um marodes Schloss

Niedersachsen wird die Marienburg nach einem Zerwürfnis im Welfenhaus nun doch nicht kaufen

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Neuschwanstein des Nordens« wird sie oft genannt: die Marienburg, die etwa 30 Kilometer südlich von Hannover auf einer Anhöhe thront. Doch während sich der Protzbau des Bayernkönigs Ludwig schon seit langem im Besitz des Freistaates befindet und somit von der öffentlichen Hand gehegt und gepflegt wird, gehört das weitaus kleinere Schloss im Norden nach wie vor den hochadligen Welfen. Deren Erbprinz Ernst August junior wollte das angesichts steigender, angeblich für ihn untragbarer Ausgaben für die 152 Jahre alte Immobilie ändern. Und so hatte er Ende 2018 mit dem Land Niedersachsen vereinbart, dass es die Burg für einen Euro kauft und dann für 27 Millionen Euro auf Steuerzahlers Kosten saniert.

Der Deal aber platzte, noch bevor er beurkundet war. Denn nicht nur Hausschwamm und Erosionen in den Mauern machen dem 1867 von König Georg V. von Hannover als Sommersitz der Welfen geschaffenen Bauwerk zu schaffen, sondern auch ein Schlossgespe...


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