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Die Ernte fahren andere ein

Kurt Stenger über Athens Rückkehr an die Finanzmärkte

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Griechenland: Die Ernte fahren andere ein

Ein bisschen Normalität nach den schier nicht enden wollenden Krisenjahren ist inzwischen eingekehrt in Griechenland. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit sinkt, und der Staat kann sich auch wieder an den Finanzmärkten mit Geld eindecken. Darüber werden sich vor allem die Gläubiger von EU und IWF freuen, die darauf hoffen, dass Privatanleger ihre Kredite übernehmen werden.

Man sollte die Entwicklung aber nicht in allzu rosigen Farben malen. Laut einer aktuellen Statistik reicht bei jedem zweiten Privathaushalt das monatliche Einkommen nicht aus - im Schnitt kommen diese nur 19 Tage gut über die Runden. Auch ist die Konjunkturerholung recht schwach und hat den brutalen Einbruch der Wirtschaftsleistung in den Krisenjahren noch lange nicht wettgemacht. Und gut ausgebildete junge Leute haben weiterhin kaum eine Perspektive.

Es wird ein langer und steiniger Weg aus der Talsohle sein, doch der Turnaround scheint geschafft. Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der SYRIZA-Regierung, die schon unter der strikten Kontrolle der Troika einige Sozialmaßnahmen auf den Weg gebracht hat. Doch belohnt wird die Linkspartei dafür wohl nicht, wenn sich die Umfragen für die in einigen Monaten anstehenden Wahlen bestätigen. Derzeit sieht es nach einem Sieg der konservativ-wirtschaftsliberalen Nea Dimokratia aus. Eines ist sicher: Die Investoren wie auch die Gläubiger werden sich dann noch viel mehr freuen.

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