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  • »Kirche des Schwarzen feministischen Denkens«

Kirche statt Uni

Die »Kirche des Schwarzen feministischen Denkens« in Oakland setzt sich für eine Erweiterung des akademischen Kanons ein.

  • Von Diane Izabiliza
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Ihr habt 2018 die »Church of Black Feminist Thought« - die »Kirche des Schwarzen feministischen Denkens« - gegründet. Wie kam es dazu?

Miyuki: Als ich an der Universität ankam, war ich enttäuscht. Ich dachte, ich würde dort meine Zeit mit dynamischen Diskussionen verbringen. Stattdessen lagen Stille und eine unausgesprochene Spannung im Klassenzimmer. Lesen, aber nicht wirklich lesen - weil es so viele Texte waren. Ich fühlte mich dumm und dachte, dass ich nicht hierher gehörte. Eines Tages wurden wir zu einer Veranstaltung mit dem Dichter Fred Moten eingeladen. Dort lief alles ganz anders ab: Menschen arbeiteten dynamisch an ihren Ideen, während miteinander gegessen, getanzt und gelacht wurde. Moten meinte dann irgendwann: »Ab und zu muss man sich nur versammeln und Kirche abhalten.« - So hatte ich mir das vorgestellt, als ich an die Universität ging. Aber es nirgendwo anders gefunden. Also beschlossen wir, uns diesen Raum selbst...


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