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Lange lehnt Nachfolge von Wagenknecht bei »Aufstehen« ab

Flensburger SPD-Bürgermeisterin: Berufspolitiker sollten in der Bewegung nicht im Vordergrund stehen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Berlin. Nach dem Rückzug von Sahra Wagenknecht steht die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange nicht für die Spitze der linken Sammelbewegung »Aufstehen« bereit. »Das heißt jetzt nicht: Simone Lange kommt«, sagte die SPD-Politikerin in der »Neuen Osnabrücker Zeitung« und im »Flensburger Tageblatt«. Ihr Hauptaugenmerk liege weiterhin in Flensburg. Sie sei zum Auftakt von »Aufstehen« dabei gewesen.

Doch sie habe von Anfang an gesagt, es sei wichtig, dass eben keine Berufspolitiker die Bewegung vorantreiben. Deshalb habe sie sich nicht in den Vordergrund gedrängt. Und diese Position ändere sich auch nicht. Die Initiative sei als Angebot an Menschen entstanden, die sich gerade von der Politik zurückgezogen und vom Wählen verabschiedet haben. Es sollten sich neue Gesichter finden, die neue Ideen und Impulse einbringen, Strukturen schaffen, es müsse Regionalität geben, erklärte Lange.

LINKEN-Fraktionschefin Wagenknecht will bei der von ihr initiierten Bewegung »Aufstehen« künftig weniger im Vordergrund stehen. Wagenknecht hatte die Bewegung zusammen mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine gegründet, um linke Wähler zu erreichen, die sich von den klassischen Parteien abgewendet haben.

Auf Facebook versicherte die LINKEN-Politikerin am Sonntag, sie werde die Bewegung weiter mit aller Kraft unterstützen. Der »FAS« sagte sie: »Aber ich muss auch sehen, welches Arbeitspensum ich schaffe. Dass ich jetzt zwei Monate krankheitsbedingt ausgefallen bin, hatte auch mit dem extremen Stress der letzten Jahre zu tun. Da muss ich eine neue Balance finden.«

Außerdem habe sie den Organisationsaufwand falsch eingeschätzt, räumte Wagenknecht ein: »Ich habe die Schwierigkeit unterschätzt, auf rein ehrenamtlicher Basis solide Strukturen für so viele Menschen zu schaffen und unsere Unterstützer dann auch in großer Zahl auf die Straße zu bringen.« Die Bewegung könne »besser leben, wenn sie denen übergeben wird, die sie an der Basis ohnehin tragen«.

»Aufstehen« war Anfang September gestartet und zählt heute nach eigenen Angaben rund 170.000 Unterstützer. Vier Wochen nach ihrer Gründung hatte die Bewegung bereits etwa 100.000 Unterstützer gemeldet. Anders als bei politischen Parteien muss man dafür keinen Mitgliedsbeitrag zahlen und kann sich einfach im Internet anmelden. Agenturen/nd

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