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  • SPD-Arbeitskreis für Nichtreligiöse

Für Gott und Vaterland

Thomas Blum über die SPD und ihre Vorbehalte gegenüber Konfessionslosen

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: 1 Min.

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Die SPD, die schon einen christlichen, einen jüdischen und einen muslimischen Arbeitskreis hat, möchte offenbar keinen konfessionslosen. Seit Jahren bemühen sich auch Mitglieder, die Religionen gegenüber skeptisch sind, um einen Arbeitskreis in der Partei, doch dieser wird ihnen verwehrt. In einem fünf Jahre alten Aufruf von SPD-Funktionären heißt es etwa, »eine einseitige Ausrichtung auf religiös fundierte Anschauungen« sei »nicht statthaft«. Doch alle Bemühungen um einen Arbeitskreis von Nichtreligiösen sind bisher gescheitert. Der Parteivorstand sieht dafür »keine Notwendigkeit«. Genau genommen hängen die Konfessionslosen in der SPD also auch einem Aberglauben an: dem an die Sozialdemokratie.

Auf ihrem schnurgeraden Weg in die vollständige Bedeutungslosigkeit führt die SPD immer neue possierliche Kapriolen auf. Ein bisschen ist das wie bei einem verendenden Tier: Das Bolzenschussgerät hat seine Arbeit zwar schon getan, aber der Körper zuckt noch und macht die dollsten Verrenkungen. Schon seit Jahren gibt sich die Partei ja die allergrößte Mühe, die wenigen ihr noch verbliebenen Wähler zu verprellen, und die dabei angewendete Taktik - immer möglichst öffentlichkeitswirksam alle halbwegs sozial und vernünftig gebliebenen Menschen vor den Kopf stoßen - funktioniert bislang tadellos.

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