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Gewerbegebiet am Funkerberg

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 3 Min.

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Der Funkerberg von Königs Wusterhausen gilt nicht umsonst als Wiege des deutschen Rundfunks. 1917 hatten der Physiker Alexander Meißner und der Ingenieur Hans Bredow mit dem Sender Versuche zur Übertragung von Sprache und Musik gemacht, bis ihre Vorgesetzten befahlen, »diesen Unfug zu unterbinden«. Das ist die Vergangenheit. Nicht mehr gar so ferne Zukunftsmusik ist der Technologiepark Funkerberg am Fuße der Anhöhe. Nicht allein das nackte Projekt ist am Donnerstag im Rathaus von Königs Wusterhausen vorgestellt worden, es präsentierten sich auch gleich Investoren für den ersten Bauabschnitt.

Einer davon ist Klaus Helwig, Geschäftsführer der Robert Helwig GmbH. Der Familienbetrieb ist vor 101 Jahren gegründet worden und damit fast so alt wie der deutsche Rundfunk. Seit 1946 befindet sich der Firmensitz an der Schlesischen Straße 27 in Berlin-Kreuzberg. Dort fertigen die Mitarbeiter verschiedene Medizinprodukte, unter anderem Kanülen für Spritzen. Doch der GmbH wird es an der Schlesischen Straße zu eng. »Wir müssen expandieren«, sagt der Chef Klaus Helwig. Darum kaufte er ein Grundstück im Technologiepark. »Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch den Rohbau fertig haben.« 2021 sollen die ersten Kanülen aus Königs Wusterhausen geliefert werden.

Acht Parzellen im Technologiepark, zusammen 43 360 Quadratmeter groß, sind für insgesamt 3,2 Millionen Euro bereits veräußert worden, erläutert Klaus Schmuck, Geschäftsführer der verantwortlichen kommunalen Entwicklungsgesellschaft EBEG. Das sind schon einmal 40 Prozent der Gesamtfläche des ersten Bauabschnitts. Für weitere Parzellen laufen Verkaufsverhandlungen oder es fehle nur noch die Unterschrift beim Notar, berichtet Schmuck. Lediglich für 14 196 Quadratmeter gebe es noch keine Interessenten, aber Schmuck ist zuversichtlich, auch diese bis Jahresende verkauft zu haben.

Der Technologiepark ist verkehrsgünstig gelegen an der B 179 und am Berliner Autobahnring - gegenüber vom riesigen Einkaufszentrum A 10-Center. Quasi die Eingangspforte des Technologieparks soll ein Vier-Sterne-Hotel mit 184 Zimmern bilden. Als Blickfang und historische Reminiszenz ist ein verkleideter Funkmast vorgesehen.

»Die ersten Investoren sind immer etwas Besonderes«, freut sich Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler), der Königs Wusterhausen übertrieben stolz als die »schönste Stadt der Welt« bezeichnet. Zu diesen Investoren gehört auch die kommunale Wärmeversorgungsgesellschaft, die auf einer Parzelle ein Blockheizkraftwerk errichten will - gern mit vorgefertigten Komponenten der BHK-Gruppe. Die BHK-Gruppe will praktischerweise eine Filiale im Technologiepark ansiedeln, und auf das Angebot der Kraftwerksausrüstung geht BHK-Chef Sergej Österlein spontan mit den Worten ein: »Machen wir.«

Für die Erschließung des Areals gab die Entwicklungsgesellschaft rund sechs Millionen Euro aus. Als Moderator der Präsentation wurde Journalist Peter Escher verpflichtet, der einst bei den Sendern Radio DDR und DT 64 wirkte und dessen Gesicht im mdr-Fernsehen Bekanntheit erlangte.

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