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Monis Rache

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Vergifteter kann Zuspruch kaum sein. »Wenn es um die Zukunft unserer Partei geht, muss auch Monika Grütters eine entscheidende Rolle spielen«, erklärt Kai Wegner aktuell zur Begründung, warum er eben jene Kulturstaatsministerin Monika Grütters (genannt »Moni«) vom Landesvorsitz der Christdemokraten in Berlin stürzen will. Monis Rache will der 46-jährige Spandauer Wegner aber eigentlich nicht sein. »Rache ist für mich keine Kategorie«, sagte er der »Berliner Morgenpost« jetzt in seinem ersten Interview zu seiner Kampfkandidatur. Doch der Revanchegedanke dürfte bei Wegner durchaus eine Rolle spielen, schließlich war es 2016 Grütters, die maßgeblich die Ablösung von Wegner als Generalsekretär der CDU voran getrieben hatte, weil sie einen jüngeren Kandidaten favorisierte.

Die Berliner CDU ist über die Landesgrenzen hinaus für die Formel »Freund-Feind-Parteifreund« bekannt. Ihre mächtigen Kreisvorsitzenden galten bei der politischen Konkurrenz als »Warlords«, Kriegsherren also, die sich ständig gegenseitig befehden. Und Wegner ist als Kreisvorsitzender von Spandau seit Langem mittendrin im West-Berliner Intrigenstadl, Parteimitglied ist er seit 1989. Der Versicherungskaufmann und Freiberufler sitzt seit 2005 für die Union auch im Bundestag. Dass er jetzt seine Kandidatur verkündet, hat er, wie in einem solchen Fall üblich, mit den anderen Kreisfürsten abgestimmt. Er dürfte - auch wegen seiner Hausmacht und seiner Vernetzung zur Basis - keine schlechten Aussichten auf den Vorsitz haben.

Denn in der Berliner CDU rumort es. Trotz der großen Unzufriedenheit mit dem rot-rot-grünen Senat schafft es die CDU in der Opposition nur wenig, in den Umfragen zuzulegen. Wegner verspricht, die Partei in eine bessere Zukunft als Volkspartei zu führen. Was das beim konservativen Wegner bedeutet, konnte man in der »Berliner Morgenpost« lesen: »Und vor allem müssen wir rein in die Stadtgesellschaft - also bei der Polizeigewerkschaft, den Kleingartenvereinen, Wirtschaftsverbänden und Unternehmen wieder präsent sein.«

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