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80 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee rekommunalisiert

Deutsche Wohnen verzichtet auf Widerspruch

  • Lesedauer: 1 Min.

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Plakate gegen den Verkauf von Mietwohnungen an die Deutsche Wohnen hängen an einer Gebäudefassade in der Karl-Marx-Allee. 80 Wohnungen gehören nun nicht mehr dem Immobilienkonzern.
Plakate gegen den Verkauf von Mietwohnungen an die Deutsche Wohnen hängen an einer Gebäudefassade in der Karl-Marx-Allee. 80 Wohnungen gehören nun nicht mehr dem Immobilienkonzern.

Berlin (dpa/bb) - Rund drei Monate nach Ausübung eines Vorkaufsrechts durch den Bezirk sind 80 Wohnungen in der Berliner Karl-Marx-Allee endgültig in kommunaler Hand. Da die Deutsche Wohnen als ursprüngliche Käuferin ihren Widerspruch zurückgezogen habe, sei der Bescheid nun rechtskräftig, teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Dienstag mit. Das Grundstück könne nun in das Eigentum der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) übergehen. Neben den Wohnungen betrifft das acht Gewerbeeinheiten.

Ein Unternehmen hatte das Gebäude sowie drei weitere benachbarte Häuser mit insgesamt 755 Wohnungen im Oktober 2018 an den Konzern Deutsche Wohnen verkauft. Nach Mieterprotesten machte der Bezirk bei einem Haus von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch - dies war möglich, weil es in einem Milieuschutzgebiet zum Erhalt der Sozialstruktur liegt.

Im Fall der anderen drei Häuser legte der Senat ein bislang einmaliges Hilfsprogramm auf, um die Mieter dabei zu unterstützen, ihre Wohnungen per Vorkaufsrecht zu erwerben und dann an die kommunale Gesellschaft Gewobag weiterzugeben. Bis zu 46 Prozent der Mieter zogen in den drei Häusern mit. Die Wohnungen dort gehören nun zum Teil der Gewobag und zum Teil der Deutsche Wohnen. Hinzu kommen einige private Eigentümer.

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