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Armut macht Stress

Ulrike Henning ist gegen eine zu enge Sicht auf die Ursachen von Fehltagen

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: 1 Min.

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Psychische Probleme stehen schon lange weit vorn in der Liste der Krankheiten, die Fehltage verursachen. 2018 erreichten sie einen sicheren dritten Platz nach Muskel-und-Skelett-Erkrankungen und akuten Leiden der Atemwege. Im Vorjahr gab es erstmals einen Rückgang der Krankschreibungstage wegen seelischer Leiden. Die nun bekannt gewordene Verdoppelung der Fehltage aus diesem Grund in den letzten zehn Jahren zeigt aber, dass es für eine Entwarnung zu früh ist. Man könnte das alarmierende Ergebnis herunterrechnen, da die Zahl der versicherungspflichtigen Beschäftigten seit 2008 um etwa sechs Millionen anstieg. Als besonders belastend erscheint die Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Gastronomie. Hier aber ist der Anteil geringfügig entlohnter Tätigkeiten besonders hoch. Wer eine Entlastung will, kann weder bei Arbeitsschutzregelungen noch bei medizinischen Maßnahmen stehen bleiben.

Der Ansatz heißt vielmehr, Gesundheit in allen Politikbereichen zu verankern. Würde das gelten, hätten wir nicht nur einen höheren Mindestlohn und eine 30-Stunden-Woche, sondern auch armutsfeste Renten oder überall Wohnraum zu erschwinglichen Preisen. Nicht nur schlechte Arbeitsbedingungen machen seelischen Druck, sondern auch unsichere Zukunftsaussichten.

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