Kein Grund zum Feiern

  • Von Vanessa Fischer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Zu hohe Bordsteinkanten, vollgestellte Rampen, kein Aufzug - noch immer werden in Deutschland täglich 13 Millionen Menschen behindert. Von einer Umgebung, die nicht für sie gebaut ist und von einer Gesellschaft, die sie systematisch ausschließt.

Damit wollte die UN-Behindertenrechtskonvention, die vor zehn Jahren in Kraft trat, aufräumen. Mehr Teilhabe am öffentlichen Leben, Inklusion in allen Bereichen: der völkerrechtlich bindende Vertrag wurde als Meilenstein der Selbstbestimmung gefeiert. Menschen mit Behinderung hatten es seitdem schriftlich: Nicht sie sind das Problem, sondern die »Barrieren, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern«, heißt es in der Konvention. Kein anderer völkerrechtlicher Vertrag wurde so schnell von so vielen Staaten unterzeichnet: 177 plus die EU haben die Konvention ratifiziert. Seit dem 26. März 2009 ist sie hierzulande...


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