Zwei fremde Welten

Begegnung mit zwei Städten in der Ukraine, die kurz vor der Präsidentschaftswahl für die Zerrisenheit des Landes stehen.

  • Von Denis Trubetskoy
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Mehr als 1000 Straßenkilometer trennen Charkiw und Lwiw, die wichtigsten Städte der Ost- und Westukraine, voneinander. Deutlicher ließe sich kaum symbolisieren, wie unterschiedlich die beiden Metropolen sind. Lwiw, zu Deutsch Lemberg, gilt nicht grundlos als die europäischste Stadt der Ukraine, die stark von der Zeit als Teil Polens und Österreich-Ungarns geprägt ist. Das ist auch an der Architektur zu sehen. Ein klassischer europäischer Marktplatz mit kleinen Häusern und Kopfsteinpflaster ist für die Ukraine äußerst untypisch, in Charkiw dominiert sowjetische Plattenbauarchitektur wie aus dem Lehrbuch. Lwiw ist 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, von Charkiw sind es dagegen weniger als 30 Kilometer bis nach Russland. Und während in der Westukraine überwiegend Ukrainisch, aber auch Russisch gesprochen wird, fällt es in Charkiw - mit 1,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Metropole des Landes - schwer, Ukrainisch sprechen...


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