Totenscheine meist nicht akkurat

Ministerin Karawanskij stellt den Gesundheitsdienst vor und kann sich eine Impfpflicht als Ultima Ratio vorstellen

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (LINKE) ist prinzipiell für eine Impfpflicht offen. Es sei richtig, zunächst auf Freiwilligkeit zu setzen und die Beratung zu intensivieren, sagte sie am vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz zum Thema öffentlicher Gesundheitsdienst. Wenn aber die Impfmüdigkeit in eine unmittelbare Gefahr umschlage, weil der Schutz für die Masse der Bevölkerung nicht mehr gegeben sei, dann sei sie persönlich auch für eine Impfpflicht, sagte Karawanskij.

Die Ausbreitung der Tuberkulose vollziehe sich zwar auf niedrigem Niveau, sei aber erkennbar und sehr gefährlich, sagte die Potsdamer Amtsärztin Kristina Böhm. Der Gesundheitsdienst müsse in diesen Fällen die Kontaktpersonen ermitteln. Sie führte als krasses Beispiel einen Schuljungen in Dresden an, der an einer lange Zeit nicht erkannten Tuberkulose erkrankt war. Rund 2000 Menschen, mit denen er in dieser Zeit enger zu tun gehabt hatte, waren zu untersuc...


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