Präsidentschaftskandidatin in Guatemala ausgebremst

Die Oppositionspolitikerin Thelma Aldana soll mit juristischen Mitteln an der Wahlteilnahme gehindert werden

  • Von Martin Reischke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Weniger als drei Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Guatemala ist die Teilnahme von Thelma Aldana, der wichtigsten Oppositionskandidatin, ungewisser denn je. Die ehemalige Generalstaatsanwältin konnte sich zwar am 19. März als Kandidatin der neu gegründeten, bürgernahen Partei Semilla einschreiben. Am selben Tag wurde jedoch bekannt, dass gegen Aldana ein Haftbefehl vorliegt, ausgestellt vom guatemaltekischen Richter Víctor Cruz am Tag zuvor. Aldana wird beschuldigt, während ihrer Amtszeit als Generalstaatsanwältin mit einem externen Berater einen Scheinvertrag geschlossen zu haben, der zwar bezahlt, aber nie erfüllt worden sei. Konkret geht es um einen Vertrag zwischen der Staatsanwaltschaft und dem Rechtsanwalt Gustavo Bonilla, der Personal der Staatsanwaltschaft weiterbilden sollte. Aldana hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Der Haftbefehl gegen Aldana hat eine kontroverse Debatte ausgelöst, da Präsidentschaftskandida...


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