»Eine Schlammschlacht«

Die Wahlbeobachterin Tabea Rößner (Grüne) über den Wahlkampf in der Ukraine

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die erste Runde der ukrainischen Präsidentschaftswahlen ist vorbei. Klarer Sieger ist der Schauspieler Wolodymyr Selenskyj mit 30 Prozent der Stimmen vor Amtsinhaber Petro Poroschenko, der knapp 16 Prozent erreichte. Beide treten am 21. April in einer Stichwahl an. Haben Sie als Beobachterin Beeinträchtigungen während der Wahlen feststellen können und wenn ja, wie sahen die aus?

Die Wahl selber ist weitgehend frei abgelaufen, grobe Verletzungen konnten wir nicht beobachten. Es gab Probleme mit den Wahllisten, aber da stellt sich die Frage, ob das bewusst geschah oder ob es sich um ein technisches Problem handelte, weil im Vorfeld mehrere Listen zusammengeführt worden sind.

Welche konkreten Verstöße haben Sie beobachtet?

Einige Leute standen nicht auf den Wahllisten, weil sie umgezogen waren oder aufgrund einer Heirat ihren Namen geändert hatten. Andere, die schon verstorben waren, wurden jedoch noch auf der Liste geführt...

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