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+++ Zahlen & Fakten +++

Frauen verdienen ein Fünftel weniger

Frauen verdienen in Deutschland immer noch durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Der Verdienstunterschied blieb damit im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 unverändert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen lag bei 17,09 Euro, der von Männern bei 21,60 Euro.

Deutliche Unterschiede gibt es weiterhin zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen lag der Abstand bei der Bezahlung 2018 wie im Vorjahr bei 22 Prozent, im Osten betrug er unverändert lediglich sieben Prozent.

Hauptursache für die Verdienstunterschiede sei, dass Frauen häufiger in Branchen und Berufen arbeiten, in denen schlechter bezahlt wird, und sie seltener Führungspositionen erreichen. Darüber hinaus seien Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.

Zusatzwissen wertet die Lehre auf

Schon in ihrer Ausbildung können Lehrlinge Zusatzqualifikationen erwerben. Das macht sich gut im Lebenslauf und bringt Vorteile auf dem Arbeitsmarkt, wie die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Berufswahlmagazin (Ausgabe 01/2019) auf »Planet-Beruf.de« erklärt.

Eine solche Zusatzqualifikation kann speziell auf den eigenen Ausbildungsberuf zugeschnitten sein - zum Beispiel der Betriebsassistent im Handwerk. Damit erwerben Azubis bereits kaufmännisches Wissen, das auch in der Meisterprüfung gefordert wird. Daneben gibt es vom Beruf unabhängige Angebote, etwa Fremdsprachenkurse, Auslandsaufenthalte oder Softwarekurse. Wer solche Qualifikationen vorweisen kann, darf vielleicht neue Aufgaben im Betrieb übernehmen oder hat bessere Chancen im Bewerbungsprozess. Die Datenbank AusbildungPlus bietet unter www.bibb.de/ausbildungplus/de einen Angebotsüberblick.

Nachträgliche Änderung unbefristeter Verträge möglich

Ein unbefristeter Vertrag bringt für Arbeitnehmer Sicherheit. Doch gilt dieses unbefristete Anstellungsverhältnis für immer - oder kann ein Arbeitgeber das Anstellungsverhältnis im Nachhinein noch befristen? »Das ist zwar selten, aber grundsätzlich möglich«, sagt der Arbeitsrechtler Peter Meyer von der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Eine entsprechende Regelung enthält das Teilzeit- und Befristungsgesetz. Darin gibt es einen Katalog verschiedener Sachgründe für Befristungen. Liegt einer dieser Sachgründe vor, könne ein Arbeitgeber auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag befristen, so der Fachanwalt.

Reform der Berufsausbildungshilfe

Die Bundesregierung hat eine Reform der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes auf den Weg gebracht. Ziel des gebilligten Gesetzentwurfes sei es, die Zahlungen und Freibeträge zu erhöhen sowie das Antragsverfahren zu vereinfachen.

So sollen etwa Azubis, die nicht mehr daheim bei ihren Eltern wohnen, in zwei Stufen monatlich höhere finanzielle Hilfen erhalten. Das Gesetz sieht vor, die jüngsten BAföG-Erhöhungen auf das SGB III zu übertragen. Davon profitieren Lehrlinge, die Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld haben. Die Bedarfssätze steigen in zwei Stufen: Der Höchstbetrag für Lebensunterhalt und Wohnen steigt zum 1. August 2019 von 622 Euro auf 716 Euro und zum 1. August 2020 auf 723 Euro.

Das Ausbildungsgeld, das Menschen mit Behinderung während einer Erstausbildung beziehen, wird erhöht. Mehr Geld bekommen auch jene Beschäftigten, die etwa im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen oder an vergleichbaren Maßnahmen anderer Träger teilnehmen. Agenturen/nd

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