Werbung

Insekten werden noch nicht genug geschützt

Potsdam. Insekten werden in Brandenburg aus Sicht der Opposition unzureichend geschützt. »Ich bin enttäuscht«, sagte der Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski (CDU) am Donnerstag. »Das ist nur eine kosmetische Maßnahme«, kritisierte auch Benjamin Raschke (Grüne). Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hatte angekündigt, Blüh- und Ackerstreifen künftig zu fördern. 700 Euro stünden dabei pro Hektar bereit für Blühstreifen sowie für Ackerrandstreifen, die nach der Aussaat bis zur Ernte nicht bewirtschaftet werden sollen. Sechs Millionen Euro für mindestens 8500 Hektar sind eingeplant. Die Abgeordnete Anke Schwarzenberg (LINKE) sagte, die bisherigen Maßnahmen im Naturschutz und in der Agrarförderung reichten nicht aus. Eine Volksinitiative der Naturschutzverbände zum Insektenschutz startet am Montag. »Man braucht verbindliche Festlegungen, um wirksam gegen das Artensterben vorzugehen«, sagte Biolandwirt Wilhelm Schäkel. Dagegen kritisierte der Bauernverband das geforderte flächendeckende Verbot von Pestiziden. Es werde damit keine Rücksicht auf die Belange der Menschen genommen, deren Lebensgrundlage die Landwirtschaft sei. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!