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Polizei verhindert Konzert von Neonazis

Veranstaltung war als angebliche private Feier getarnt / Hunderte protestieren in Hamburg gegen rechte Kundgebung

  • Lesedauer: 2 Min.

Schwerin. Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern ein Konzert von Neonazis verhindert. Bei dem Einsatz im Landkreis Rostock sei es auch zu Angriffen auf die Polizei gekommen, teilte das Innenministerium in Schwerin am Sonntag mit. Zwei Beamte seien verletzt worden.

Rund 90 Menschen hatten sich den Angaben zufolge zu einer als Privatfeier deklarierten Veranstaltung im Gemeindehaus Zernin getroffen. Nachdem »die wahre Intention der Veranstaltung« klar geworden sei, habe der Bürgermeister der Polizei das Hausrecht übertragen, die den geplanten Auftritt rechter Szenebands unterbunden habe. 25 teils stark alkoholisierte Teilnehmer hätten die Polizisten beschimpft und angegriffen, als sie zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert worden seien, hieß es.

Proteste gegen Nazi-Kundgebung

In Hamburg protestierten am Sonntag mehrere Hundert Menschen gegen eine laut Verfassungsschutz von Neonazis organisierte Kundgebung. Nach Polizeiangaben zogen rund 750 Demonstranten vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Dammtor, wo sich mehrere Dutzend Personen zu der rechten Kundgebung »Michel, wach endlich auf« eingefunden hatten. Bundes- und Hamburger Polizei trennten die Lager mit großem Aufgebot. Auch zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer standen bereit.

Schon im vergangenen Jahr hatte es unter dem Motto »Merkel muss weg« mehrere rechte Kundgebungen in Hamburg gegeben, die jedes Mal von einem weit größeren Gegenprotest begleitet waren. Nachdem der Zulauf immer weiter abgenommen hatte, waren die Kundgebungen eingestellt worden. Nach Angaben des Verfassungsschutzes stehen hinter der »Michel«-Kundgebung dieselben Organisatoren. Sie seien »eindeutig der rechtsextremistischen Szene« zuzuordnen. dpa/nd

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