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Bayern gewinnt, Düsseldorf feiert

Die Münchner gewinnen 4:1 bei der Fortuna, die jetzt schon den Klassenerhalt geschafft hat

  • Von Andreas Morbach, Düsseldorf
  • Lesedauer: 3 Min.

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Brachte die Bayern mit zwei Toren auf die Siegerstraße: Kingsley Coman (r.) gegen den Düsseldorfer Matthias Zimmermann.
Brachte die Bayern mit zwei Toren auf die Siegerstraße: Kingsley Coman (r.) gegen den Düsseldorfer Matthias Zimmermann.

In der 13. Minute fingen die Düsseldorfer Fans auf der Osttribüne an zu hüpfen. Der Aufsteiger aus dem Rheinland hatte beim Heimspiel am Sonntag gegen die Bayern schließlich etwas zu feiern: Das Stuttgarter 0:1 tags zuvor gegen Leverkusen sicherte der Fortuna, vor der Saison als Absteiger Nummer eins gehandelt, bereits am sechstletzten Spieltag die Klasse. Ein bemerkenswerter Erfolg.

Weniger bemerkenswert war dann der Düsseldorfer Auftritt gegen München. Mit einem völlig ungefährdeten 4:1 sprang der Rekordmeister aus München wieder hinauf auf Rang eins - vorbei an den Dortmundern, die mit einem extrem mühevollen 2:1 gegen Mainz am Sonnabend vorgelegt hatten, nun aber weiterhin auf einen Ausrutscher der Bayern hoffen müssen.

Fünf Gelegenheiten zum Hoffen haben die Schwarz-Gelben noch, dass das Team von Niko Kovac den einen Punkt Vorsprung und die um 17 Treffer bessere Tordifferenz noch verspielt. Am sonnenbeschienenen Rhein verscheuchten die Bayern fürs Erste schon mal ein Schreckgespenst aus dem vergangenen Herbst. In der Hinrunde blamierten sich die Münchner in der eigenen Arena beim 3:3 gegen Düsseldorf. Dreifacher Torschütze des Neulings war damals Angreifer Dodi Lukebakio. Diesmal begann Fortunas Leihspieler vom FC Watford die Partie als Reservist - ehe er nach 67 Minuten für den glücklosen Rouwen Hennings eingewechselt wurde.

Das Team von Friedhelm Funkel setzte vom Start weg erwartungsgemäß auf Konter, hätte sich nach sechs Minuten aber beinahe schon den ersten Treffer eingefangen. Serge Gnabry flankte von der rechten Seite flach vors Tor, wo Kingsley Coman den Ball an den Pfosten lenkte. 30 Sekunden später verpasste dann Thiago die frühe Führung per Kopf. Furchtbar lange gedulden mussten sich die Gästefans bis zum ersten Jubelgesang aber nicht. Zwei Minuten nachdem Fortunas Anhängerschaft mit dem Hüpfen begonnen hatte, gelang Coman in der eigenen Hälfte eine Balleroberung. Über Gnabry wanderte der Ball wieder zu Coman, der von der linken Seite eine weite Flanke schlug. Offensivkollege Thomas Müller spritzte dem Spielgerät entgegen, verfehlte es allerdings - doch der Ball fand auch ohne sein Zutun den Weg ins Tor.

In der Halbzeitpause korrigierte Düsseldorfs Stadionsprecher den Namen des Schützen von Müller zu Coman. Zu einem Zeitpunkt, an dem der Franzose bereits ein weiteres Mal reüssiert hatte. Bis es so weit war, sangen sich die Fans beider Klubs abwechselnd »Deutscher Meister wird nur der FCB« und - mit sehr viel Selbstironie - »Deutscher Meister wird nur die Fortuna« zu.

Auf dem Rasen verpasste Robert Lewandowski mit einem Freistoß aus 23 Metern knapp das 2:0, auf der anderen Seite verhinderte sein Teamkollege Niklas Süle mit einer Rettungsaktion gegen Dawid Kownacki den Ausgleich. Dazu durfte Fortuna-Keeper Michael Rensing in der 39. Minute einen Schuss von Coman parieren, zwei Minuten später war er gegen den Angreifer dann aber machtlos. Auch seinen zweiten Torerfolg an diesem Nachmittag initiierte Coman im Mittelfeld selbst, ehe er die Flanke von Rechtsverteidiger Joshua Kimmich vollendete.

In der einseitigen Angelegenheit erlitten die Bayern einen kleinen Rückschlag, als Schlussmann Manuel Neuer kurz nach Wiederanpfiff verletzt das Feld räumen musste. Für ihn kam Sven Ulreich ins Spiel. Der hatte sich kaum seine Handschuhe übergestreift, als es 80 Meter Luftlinie von ihm entfernt zum dritten Mal hinter Rensing einschlug: Eine Ecke von Thiago verlängerte Müller gekonnt per Flugkopfball an den zweiten Pfosten - wo Gnabry ein kleines Kabinettstückchen aufführte und, in der Luft stehend, mit der Hacke traf. Eine Minute vor Schluss gelang Fortunas Lukebakio noch der Ehrentreffer, per Strafstoß und Videobeweis, nach einem Handspiel von Hummels. Der eingewechselte Leon Goretzka stellte in der Nachspielzeit den alten Torabstand wieder her.

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