Millionen Beschäftigte mit Suchtproblemen

Exzessives Rauchen, Trinken und Spielen wirken bis in die Arbeitswelt hinein, unter anderem durch mehr Fehltage

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nur scheinbar ist der alkoholkranke Kollege eine Figur der Vergangenheit. Auch Rauchen am Arbeitsplatz ist nach wie vor möglich und üblich, unabhängig von den Nichtraucherschutzmaßnahmen der letzten Jahre. Suchtkrankheiten und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt standen im Mittelpunkt des aktuellen DAK-Gesundheitsreports, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Dafür hatte die Krankenkasse ihre Prozessdaten von 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgwertet und online und anonym etwa 5600 Beschäftigte befragt.

Nach den DAK-Ergebnissen ist der Krankenstand bei »Erwerbstätigen mit Substanzstörungen« doppelt so hoch wie bei den übrigen Versicherten. Das betrifft nicht nur die psychischen Erkrankungen, zu denen die Substanzstörungen diagnostisch gerechnet werden. Hier ist der Faktor sogar noch höher: Bei Menschen ohne diese Störungen werden im Jahr 214 Fehltage je 100 Versicherte gezählt, bei denjenigen mit Störungen insgesamt...


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