Jung, alt, ausgetrickst

Umweltschutz, Sozialstaat, Schulden: Ständig ist von einem Generationenkonflikt die Rede. Interessant ist, was dabei ausgeblendet wird.

  • Von Stephan Kaufmann und Eva Roth
  • Lesedauer: ca. 13.0 Min.

Politiker und Ökonomen aus der konservativen Ecke haben ein spezielles Sorgenkind: die Jugend von heute und von morgen. Sie sehen seit einiger Zeit einen Generationenkrieg am Werk: Die Alten, so heißt es, beuten die Jungen aus.

Die Erzählung vom Generationenkrieg hat verschiedene Kampffelder. Zum Beispiel die Rente: Um die Renten von heute zu bezahlen, wird den Jungen das Geld aus der Tasche gezogen, heißt es. Weil die Alten so teuer sind, unterbleiben Zukunftsinvestitionen und müssen künftige Generationen verzichten. Ihnen hinterlassen wir zudem eine zerstörte Umwelt, weil heute die natürlichen Ressourcen des Planeten geplündert und Klimagase in die Luft geblasen werden. So wird der aktuelle Wohlstand gesichert - auf Kosten der Jugend. »Macht es wie eure Kinder: Werdet erwachsen!«, schallt es den Alten von den Fridays-for-Future-Schülerdemonstrationen entgegen. Nicht nur Klima und Rente gelten als Hypothek für unsere Enkel, auch ...


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