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Krieg der Welten

Der Film »Streik« zeigt einen Arbeitskampf in Zeiten global vernetzter Unternehmen. Klassenkampfromantik kommt nicht auf

  • Von Jörn Schulz
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Versuchen Sie selbst einmal, diesen Satz schnell auszusprechen: »Nous ne nous désolidariserons pas« (Wir entsolidarisieren uns nicht). Das ist auch für Franzosen gar nicht so einfach. Der kämpferische Gewerkschafter Laurent Amédéo (Vincent Lindon) stellt diese Aufgabe einer leicht angeheiterten Runde von Streikenden, die in der Kneipe zusammenkommt. Jenseits dieser Szene gibt es in dem Film »Streik« wenig zu lachen, denn ein Patzer bei der Aussprache dieses für einen erfolgreichen Arbeitskampf unabdingbaren Mottos ist das geringste Problem.

Perrin, ein Autozulieferbetrieb im südfranzösischen Agen, soll geschlossen werden, obwohl das Werk Gewinn erwirtschaftet und die Beschäftigten in einer Vereinbarung finanziellen Zugeständnissen und längerer Arbeitszeit zugestimmt haben, um den »Standort zu erhalten«, wie es immer so schön heißt. Es geht um 1100 Arbeitsplätze in einer Region, in der es kaum andere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, und...


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