Für Robby ist der Weg das Ziel

Hochambitionierter Massenspaß: 47. Rennsteiglauf am 18. Mai / Auch »nd« wieder am Start

Von Michael Müller

In drei Wochen ist es wieder so weit. Am 18. Mai steigt die 47. Auflage des GutsMuths-Rennsteiglaufs. Im Breitensport gilt er als der härteste und schönste Cross Europas. Um seine »Königsstrecke«, den Supermarathon (heute 73,9 Kilometer), mit dem einst alles begann, haben sich längst weitere Distanzen etabliert. In diesem Jahr fallen die Startschüsse zu acht Veranstaltungen. Gelaufen, gewandert, gewalkt wird vom »langen Kanten« bis runter zu 1100 Metern für die U 8-Kinder beim Junior-Cross. Insgesamt werden die Organisatoren und rund 2000 Ehrenamtliche aus 30 regionalen Vereinen erneut um die 15 000 Aktive auf die Strecken bringen. Diese sind dann, angefeuert von Zehntausenden Zuschauern am Thüringer Kammweg, die Hauptakteure eines hochambitionierten wie massenspaßträchtigen Natursportfestes.

Seit 2003 ist »nd« nicht allein als Chronist, sondern auch als Aktivist dabei: mit dem nd-Rennsteiglauf-Team, das sich in erster Linie aus Leserinnen und Lesern formiert. »Hallo, hiermit melde ich mich auch in diesem Jahr für die nd-Mannschaft an und freue mich sehr, wieder ein Teil dieses tollen Teams zu sein«, signalisiert Carola Glöckner aus Schwedt/ Oder. »Hoffentlich sind wir wieder eine starke Truppe auf den Laufstrecken und Wanderrouten«, erwartet Jürgen Spatholz aus Rüdnitz. Und er meldet wohl deshalb nicht nur sich und seine Frau Ursula an, sondern gleich noch seine Suhler Sportfreunde Carmen und Andreas Freitag sowie Uwe Seemann. Valentina und Henri Tischer aus Erfurt hoffen, ihre Marathon-Wanderung wieder in der Vorjahreszeit zu schaffen, »um euch am Ziel dann auch noch zu treffen«. Allerdings sei das bei einer solch langen Strecke nicht so leicht kalkulierbar. »Aber wir werden sehen und denken unterwegs an alle anderen aus dem nd-Team.«

Uns allen kleinen Lauf- und Wanderabenteurern drückt diesmal ein ganz großer Lauf- und Wanderabenteurer die Daumen: Robby Clemens aus Hohenmölsen. Der ist bekanntlich unlängst nicht weniger als (fast) »Vom Nordpol zum Südpol zu Fuß« unterwegs gewesen. Er fungiert nun als Ehrenkapitän des nd-Teams und startet beim Halbmarathon. Von den Extremtouren Robby Clemens’ sollte man sich übrigens nicht täuschen lassen. Er ist nämlich eher das extreme Gegenteil eines Kilometerzählers und Stundenfressers. »Dabei zu sein, unterwegs Leute zu treffen, das zählt für mich. Dafür nehme ich auch immer gern einen Gang raus«, sagt er. Bei aller Hochachtung für sportliche Hochleistungen bleibe für ihn selbst nämlich stets »der sportliche Weg das Ziel«.

Sein Mannschaftstrikot bekam Robby Clemens kürzlich im Berliner Verlagsgebäude des »nd«. Dort startete er auch zu seiner internationalen Vortragsreihe. Am Tag des Rennsteiglaufs freut er sich nach seinem Halbmarathon auf einen Gesprächs- und Autogramm-Marathon am nd-Stand im Zielstadion von Schmiedefeld.