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  • Kreuzigungen in Saudi-Arabien

Das hat mit Mittelalter nichts zu tun

Philip Malzahn über Kreuzigungen in Saudi-Arabien

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: 1 Min.

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Der saudische Kronprinzen Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saudb
Der saudische Kronprinzen Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saudb

37 Menschen sind in Saudi-Arabien mit dem Säbel enthauptet worden. Davon waren 33 Angehörige der schiitischen Minderheit. Nach dieser Massenhinrichtung ließ man mindestens einen Menschen kreuzigen: Die Leiche wurde an einen Pfahl gebunden und in der Öffentlichkeit ausgestellt - als Warnung an alle, die sich mit der Elite anlegen möchten.

Seit Jahren werden die hingerichteten Gegner des Regimes am helllichten Tag zur Schau gestellt. Schnell ist dann die ganze Welt dazu verleitet, die Umtriebe Saudi-Arabiens als mittelalterlich zu definieren; als barbarische Praxis eines unzivilisierten Regimes, das am liebsten die Menschheit in die Lebenszeit des Propheten Mohammed zurückkatapultieren möchte. Doch das ist zu einfach gedacht, denn die Führung - Scheichs, Religionsgelehrte und Richter - sind allesamt höchst gebildete Menschen. Sie genießen sämtliche Vorzüge der modernen Welt. Sie leben in Luxus, treiben Handel und stellen sicher, dass das auch so bleibt. Sie handeln aus präzisem politischen Kalkül, um sich im Nahen Osten durchzusetzen. Beflügelt werden sie durch die Tatsache, dass ihre Verbündeten in Europa und den USA ihnen schon seit jeher alles erlauben. Die brutale Ermordung von Schiiten, die vor allem in Iran Entsetzen auslöst, spielt der Politik von Donald Trump sogar in die Hände. Das wissen die Saudis sicherlich.

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